Neue Bande geknüpft für Verständigung …

haben noch in den allerbesten Herbsttagen dieses Jahres eine Gruppe junger Leute aus unserer Großwohnsiedlung am westlichen Stadtrand von Berlin. Diesmal aber führte Sie der von dem Deutsch-Französischen Jugendwerk DFJW ermöglichte Erstbesuch bei “jeunes gens” mittenrein in die Provinz Frankreichs, ins Zentralmassiv, nach Aurillac, dem Zentrum des Départements Cantal, der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Zugegeben, eine weite und lange Reise, mit einem Zwischenstopp für Sightseeing und Übernachtung in Paris.

Ehe es dann weiterging nach Aurillac … und von dort per Bus in das kleine Dorf Coltines, wo die französische Partnerorganisation „Fédération Départementale des Centres Sociaux du Cantal“ für die “zwölf Geschworenen aus Staaken” – darunter 3 Betreuer:innen – gleich ein großes, dreitägiges Fulltime-Meeting, von Montag bis Mittwoch, mit 40 Jugendlichen und Sozialarbeiter:innen aus allen Jugendclubs des gesamten Departements organisiert hat, in einer großartigen Jugendherberge mit verschieden großen Sälen und Räumen, für gemeinsame Speisen, Feten, Runden und Aktionen. Im Bild der Tisch der “Offiziellen” der Austauschtage.

Die zahlreichen gut vorbereiteten gemeinschaftlichen Aktionen und Aktivitäten waren nicht nur am Montag, dem ersten gemeinsamen Zusammentreffen, besonders geprägt von abwechslungsreichen und “eisbrechenden” Kennenlernspielen und Sprachanimationen. Dazwischen bilinguale Workshops, Aktionen an der “begehbaren Weltkarte” oder Austauschrunden über soziale Themen sowohl … in der großen wie auch in kleinen, aber stets gemischten Runden.

 

Besonders hervorzuheben, die Aufgabe, in gemischten Kleingruppen sich auf ein gemeinsames Thema zu einigen ob aus Umwelt und Natur, aus den Bereichen der sozialen oder geschlechtsdefinierten Rollenzuweisungen wie auch über Armut oder Gewalt … und dann im zweiten Schritt daraus entsprechende Theaterszenen zu entwickeln, die dann am Ende auch – was allen Gruppen gelang – oft mit nur wenigen Worten aber international verständlichen Gesten aufgeführt worden sind.

 

Dazwischen – schließlich war man ja zu Gast in dem Departement das nach dem zweithöchsten Berg des Zentralmassivs benannt ist, dem Plomb du Cantal (1855m) – gab es auch einen absolut sportiven wie auch vergnüglichen Nachmittag für alle, im Freien, mit Gymnastik und Bewegung, mit viel Klettereien, Schnitzeljagd und sogar einem “brettfreien” Biathlon-Kurs … und danach:
La Boume – Die Fete!

 

Am Mittwochabend, nach den Theaterszenen und der großen Runde der gemeinsamen Auswertung und Ideenfindung für “Zukünftiges”, hieß es für alle, ab nach Hause, in ihre Gemeinden des Departements und für die Berliner Gäste, nochmal einen Tag in Aurillac, mit dem Besuch eines mehrstöckigen neuen Jugendzentrums sowie einer Müllsammelaktion an den Flussufern der “Jordanne”... für die es am Freitag, dem Schlusstag des Besuches, zur Belohnung Super-Badespaß im Aquapark von Aurillac gab.

 

Am Samstag dann die Rückfahrt “in einem Rutsch” von Aurillac via Paris nach Berlin. Die 18 Stunden Heimfahrt sieht man allen durchaus an.

Resumee: Die Tage im Departement Cantal sind eine echte Herausforderung für die Gestaltung des Gegenbesuchs aus Aurillac und “umzu” im kommenden Jahr. Aber die jungen Leute aus der Staakener Großwohnsiedlung haben es ja bereits mehrfach – mit organisatorischer Unterstützung von Staakkato, Gemeinwesenverein und Ev. Kirchengemeinde – unter Beweis gestellt, dass sie hervorragende (inoffizielle) “Beauftragte für Austausch, Verständigung und Freundschaft” sind. Ob als Gäste oder Gastgeber. Auf jeden Fall: Ein guter Beginn für eine lange Freundschaft …

Wie die mit den jungen Leuten aus dem 19. Arrondissements am Nordrand von Paris, der Cité Villet, die ebenso im kommenden Jahr zu einer dritten Austauschrunde entweder hier oder dort zusammenkommen werden. 

 

 

 

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