… hat vor gut zwei Wochen, das Sammeltaxi “Selam Opera Dolmuş” der Komischen Oper Berlin, gleich an drei Stationen gemacht, bei uns am westlichen Stadtrand in Staaken. Und ist dabei quasi dem Verlauf des 131er Bus gefolgt, von dem ersten Auftritt vor Besucher:innen der FÖV Tagespflege plus Senioren-WG in der Obstallee und dem anschließenden Stop der drei Instrumentalisten und vier Gesangsstimmen im Stadtteilzentrum Staakentreff der Obstallee 22 E sowie zum Schluss der Auftritt im Staakentreff am Brunsbütteler Damm Ecke Magistratsweg (s.oben).
Geboten wurde – nach dem Cancan von Jaques Offenbach, als “Overtüre” des Trios mit Violine, Akkordeon und Kontrabass (s.oben in der FÖV-Tagespflege) – eine fantastische musikalische Reise durch drei Jahrhunderte von den klassischen Opern des 18. und 19. Jahrhunderts, mit beliebten Arien aus Mozarts Don Giovanni und Cosi fan tutte, aus Rossinis “Barbier von Sevilla”, Bizets “Carmen” und Tschaikowskis “Eugen Onegin” bis zu der Brecht-Weill-Oper des 20. Jahrhunderts, vom “Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny”.
Aber auch, aus der jüngeren Zeit, die leichten Chansons aus Operetten, wie der “Frau die weiß was sie will”, von Oskar Straus* oder dem Lied “Man muss mal ab und zu verreisen” aus Dostals Clivia und die Filmmusik aus den 1930ern “Irgendwo auf der Welt” von Richard Heymann.
Das alles abgerundet, mit zwei populären Titeln der Sänger und Komponisten des “Anadolu Rock”, Cem Karaca bzw. Bariş Manço und dem, der Veranstaltung den Titel stiftenden Popsong, der türkischen Sängerin Sezen Aksu “Hadi bakalım” (deutsch Auf gehts!) aus ihrem Erfolgsalbum Gülümse, auf deutsch “Lächle”.
Alles in allem: Ein Riesenerfolg des “Selam Opera Dolmuş” an allen drei Staakener Stationen an dem einen Sonntagnachmittag!
Und sicherlich freuen sich schon Viele – ob an der Heerstraße oder am Brunsbütteler Damm – auf einen nächsten Stop der mobilen Einheit der Komischen Oper, bei uns am westlichen Stadtrand von Berlin.
*Übrigens: Die Operette von Oskar Straus “Eine Frau die weiß was sie will” hatte ihre Premiere am 1. September 1932 im Metropol-Theater in der Behrensstraße, das 1945 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Dessen unbeschädigten Teile des Zuschauerraums sind erhalten worden, in dem Nachkriegsbau der Komischen Oper Berlin an gleicher Stelle. Derzeit wird das Haus saniert, weshalb aktuellt die Komische Oper ihr Domizil im Schiller-Theater hat, in der Charlottenburger Bismarckstraße.
Der Operndolmuş und die drei Gastspiele in Staaken wurden u.a. möglich gemacht durch die Gewobag-Stiftung Berliner Leben

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