7.464 x JA für mehr Milieuschutz in Spandau!

Es ist vollbracht. Im März gestartet und die Ergebnisse am vergangenen Freitag im Rathaus Spandau übergeben: Drei prallvoll gefüllte Ordner mit Listen von Spandauer:innen, die wahlberechtigt sind für die BVV-Wahlen und sich mit ihren Unterschriften, Namen, Adressen und Geburtsdaten für das Bürgerbegehren ausgesprochen haben, dass auch in den drei Wohngebieten der Rudolf-Wissell-Siedlung, am Germersheimer Platz und in der Siemensstadt, die bereits positiv begutachteten Voraussetzungen für die “Soziale Erhaltungssatzung” endlich auch umgesetzt wird und den dortigen Mieter:innen zukünftig “Milieuschutz” gewährt wird!

5.300 gültige Unterschriften von aktuell in Spandau Wahlberechtigten sind für ein erfolgreiches Bürgerbegehren erforderlich … Und mit den über siebentausend Einträgen hat das breite Bündnis von Parteien, Mietervereinen, Initiativen und Organisationen des “Spandauer Runden Tischs für Milieuschutz” in dem knappen halben Jahr, mit viel Engagement und Einsatz beim Sammeln und Überzeugen, am Ende auch ein wohl beruhigendes Polster geschaffen, für die nun anstehende Überprüfung der Listen durch das Rechtsamt des Bezirks, die im September vollzogen sein soll.

Wenn dann auch diese Hürde genommen ist, hat die Bezirksverordnetenversammlung BVV sich binnen zwei Monaten mit dem Begehren zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen. Bleibt eine Entscheidung über den Milieuschutz für die drei o.g. Gebiete aus, können in der Folge dann die Spandauer Wahlberechtigten zur Abstimmung gerufen werden über den Bürgerentscheid.

Es bleibt also auch über die kommende Wahl in Berlin am 20.September hinaus – da gehts um die Zusammensetzungen im Abgeordnetenhaus und in den BVVen der Bezirke – zumindest in Spandau und ganz besonders für die betroffenen Mieterschaften spannend, im FF nahe Spektefeld, im Dreh von Siemens- und Rohrdamm sowie bei uns in Staaken, zwischen Magistratsweg und den Staakener Felder.

Zum Nachlesen auf staaken.info:
Ein breites Bündnis für mehr Milieuschutz v. 5. März 2026
• Trotz Positiv-Gutachten kein Milieuschutz! v. 23. Juli 2025

Das Foto oben – von Maurice Lüttich – zeigt von rechts nach links:
Marcel Eupen (AMV), Raed Saleh (SPD), Hans-Ulrich Riedel und Elmas Wieczorek-Hahn (beide die Linke), am Freitag 21. August direkt vor der Übergabe der Unterschriftenlisten im Rathaus Spandau.

4 Kommentare zu “7.464 x JA für mehr Milieuschutz in Spandau!”

  1. Sorry aber NEE! Dieser Beitrag verkündet “nur” den GEMEINSAMEN Erfolg der Unterschriftensammlung für das GEMEINSAME Bürgerbegehren, mit dem Ziel, auch in den weiteren drei Wohngebieten Spandaus Milieuschutz einzurichten, die bereits positiv begutachtet sind.
    Zu dem Erfolg beigetragen haben viele Engagierte aus ganz Spandau und niemand hat festgehalten oder festhalten können, wer davon wieviele gesammelt hat. Weil das auch für den Erfolg des GEMEINSAMEN Projekts nicht wesentlich ist.
    Insofern ist eben auch in dem gestrigen Artikel auf staaken.info kein Platz dafür irgendjemand besonders hervorzuheben.
    Übrigens: Die Unterschriften überreicht haben diejenigen, die vor allem in dem “Bündnis Runder Tisch Milieuschutz” oder dem “Bündnis Soziales Wohnen” schon seit Jahren eine wesentliche Rolle spielen bzw. in ihren Funktionen in Parteien, Gremien und Medien zum Erfolg tüchtig beigetragen haben.
    Was keinesfalls die Anerkennung des Engagements von Frau Lehmann und all den anderen fleißigen Sammler:innen schmälert.
    tho – der Autor des Beitrages

  2. Ich frage mich wieso Frau Lehmann nicht erwähnt wird. Sie ist monatelang durch Spandau gelaufen und hat die Menschen aufgeklärt wie kein Anderer!
    Das bringt nicht nur mich zum Überlegen!
    Schade, dass dieser Bericht nicht realitätsnäher geschrieben wurde!

  3. Ich bedanke mich ganz herzlich an die interessierte Leserin oder den interessierten Leser! Dieser nette Kommentar zeigt mir auf jeden Fall, dass man geschätzt wird für Mühen, die ich gerne auf mich genommen habe, zumal ich die Vertrauensperson der Rudolf- Wissell- Siedlung war.
    Für mich waren das wirklich harte Monate, zumal ich auch mit in der Rudolf- Wissell- Siedlung plakatiert habe. Unermüdlich gelaufen bin ich wahrhaftig, nicht nur in der Rudolf-Wissell Siedlung. Ich wollte den Milieuschutz unbedingt . Alleine hätte ich die vielen Unterschriften allerdings nicht schaffen können, zumindestens habe ich aber dazu beigetragen, dass so viele Unterschriften zusammen gekommen sind. Daher gebe ich Ihnen Recht, dass unsere Initiative wenigstens namentlich erwähnt hätte werden können.
    Ich bedanke mich vor allen an diese Personen, die mir vertraut haben, und mir ihre Unterschriften gegeben haben.

  4. Danke an den Verfasser dieses detaillierten Berichtes.
    Leider vermisse ich, dass die Mieterinitiative “Mieter für Mieter”, deren Leiterin Frau Lehmann maßgeblich und unermüdlich monatelang mit der Sammlung von Unterschriften für dieses Bürgerbegehren in ganz Spandau unterwegs war, keinerlei Erwähnung findet und auch auf dem abgebildeten Foto fehlt. Die von Herrn Saleh gehaltene Mappe mit Unterschriften hätte in die Hände von Frau Lehmann gehört, denn ich wage zu bezweifeln, dass Herr Saleh persönlich derartig viel Zeit für das Sammeln von Unterschriften und die damit einhergehenden Gespräche mit Spandauer Mietern investiert hat. Für Fototermine steht man jedoch immer gern zur Verfügung.

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