Vorerst Aus für U7-Verlängerung bis zum Magistratsweg:

Staaken weiter Abgehängt statt Angebunden

Der vor wenigen Tagen von Berlins Verkehrssenatorin  Ute Bonde (CDU) vorgelegte Entwurf für den neuen Nahverkehrsplan NVP für Berlin legt offen, dass die bereits in den 70er Jahren im 200 km-Plan vorgesehene Verlängerung der U7 bis zum Magistratsweg in Staaken nun doch nicht mehr realisiert werden soll. Und das obwohl noch Anfang der 2020er Jahre für die Streckenführung vom Rathaus über Seeburger Straße, Melanchthonplatz, und Gatower Str./Heerstr,. sowie Sandstraße bis zum Magistratsweg ein positives Kosten-Nutzenverhältnis beschieden worden ist.

Grund dafür ist, dass die Senatsverkehrsverwaltung nur noch die wesentlich längere und teuerere Streckenführung unter der dicht bebauten Wilhelmstadt mit U-Bahnhof in der engen Pichelsdorfer Straße weiter verfolgt hat und laut deren Machbarkeitsstudie nun die Kosten den Nutzen übersteigen und so auch nicht mehr durch den Bund gefördert werden kann. (s. Abb V3)

Die auch von der BVG bevorzugte Variante 1 ist nicht nur wesentlich kürzer sondern ermöglicht auch in größeren Abschnitten die günstigere “offene Bauweise”, statt der teuren “geschlossenen Bauweise” unter den Wilhelmstädtischen Altbauten. So könnten wohl rund 100 Millionen Euro eingespart werden, was laut Experten zu einem positiven Kosten-Nutzen-Verhältnis reichen dürfte und so auch die finanzielle Beteiligung des Bundes ermöglichen dürfte.

Gut, dass in Spandau sich eine “Große Koalition” gegen den Verhinderungsplan der Verkehrssenatorin gebildet hat, denn sowohl Spandaus Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU) und sein Baustadtrat und Parteifreund Thorsten Schatz haben sich für ein Beibehalten und Umsetzen der U7-Ausbaupläne nach Staaken, als “Schlüsselprojekt im Berliner Westen” ausgesprochen, wie auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Abgeordnetenhaus und Spandaus SPD-Chef, Raed Saleh, der gegenüber dem Tagesspiegel angekündigt hat: der Nahverkehrsplan NVP “wird so den Senat nicht passieren”. 

Der Hoffnung können wir uns nur anschließen, nicht nur für die über 20.000 Menschen der Staakener Großwohnsiedlung Heerstraße Nord, von denen sich nicht nur wenige “Abgehängt” fühlen,  sondern auch im Interesse des ganzen Spandauer Südwestens.

zum download die Pressemitteilung von Bezirksbürgermeister + vom Baustadtrat:
PM U7-Verlängerung bleibt Schlüsselprojekt für den Berliner Westen v. 26.März 26

 

zum Nachlesen die U7 auf staaken.info:
U7 Verlängerung nimmt Fahrt auf v. 13. November 2023
“Nun doch mit Vorrang U/ bis zum Magi” v. 9. Januar 2023
• “Zurückbleiben!” statt “Einsteigen bitte!” v. 9. Dezember 2022
• In Aussicht: “Endstation Heerstraße”… v. 19. Februar 2021
• In einem Rutsch von Heerstraße zum BER v. 15. Februar 2021
• Läuft was mit der U7 bis zum “Magi”? v. 24. Nov. 2020
• 30 Jahre und kein bisschen weiter v. 7. Oktober 2014

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